Aus der Sitzung des
Ausschusses für Kultur, Bildung und Sport vom 8. März 2010
Wie unten berichtet, hatte die Gemeindevertretung in der Sitzung vom 18. Februar einstimmig beschlossen, für den Neubau einer Kinderkrippe Zuschüsse von Bund und Kreis zu beantragen. Nach langer Diskussion wurde klar, dass die im Schulgebäude frei werdenden Räume für die Betreuung der Grundschüler in den Nachmittagsstunden benötigt werden, so dass ein Umbau des Ergeschosses von Trakt C des Schulgebäudes für eine Kinderkrippe oder einen Kindergarten nicht sinnvoll ist, zumal die Räume wegen der strengen Auflagen des Denkmalschutzes nur in sehr begrenztem Maße die Anforderungen erfüllen würden, die man heute an eine Kinderkrippe oder einen Kindergarten aus pädagogischen Gründen stellen muß. Andererseits zeigten sich viele Eltern bei der Anmeldung zur Grundschule besorgt, ob ihr Kind nach der Schule noch für einige Stunden vom Verein Feste Grundschulzeiten Aumühle versorgt werden kann. Es ist deshalb zu befürchten, dass manche Eltern ihre Kinder in Grundschulen von Nachbarorten anmelden, weil dort eine feste Zusage für die Nachmittagsbetreuung gemacht werden kann. Es ist deshalb wichtig, die vorübergehende Unterbringung des Vereins Feste Grundschulzeiten in den Containern diesen Sommer zu beenden und hinreichend Platz in Schulgebäude zur Verfügung zu stellen, da sonst die Zweizügigkeit der Aumühler Grundschule gefährdet ist. Dieses wurde in der Ausschuss-Sitzung noch einmal vom Schulleiter der Grundschule - Stefan Platte - und Vorstandsmitgliedern des Vereins betont. Insofern bietet eine Zusage von Räumen unter dem Vorbehalt der Finanzierung der Krippe dem Verein nicht die erforderliche Planungssicherheit. Aus diesem Grunde brachten die Vertreter der SPD-Fraktion den folgenden geänderten Beschlussvorschlag ein:
"Der Ausschuss für Kultur, Bildung und Sport empfiehlt der Gemeindevertretung, dem Verein Feste Grundschulzeiten Aumühle e.V. drei Klassenräume im Erdgeschoss von Trakt C der Fürstin-Ann-Mari-von-Bismarck-Schule für die Betreuung von täglich ca. 50 Schülerinnen und Schülern in den Nachmittagsstunden zur Verfügung zu stellen. Die Verwaltung wird gebeten, den Architekten zu beauftragen, die dafür erforderlichen Bau- und Dekorationsarbeiten mit dem Verein abzustimmen und die Kosten zu ermitteln, damit diese der Gemeindevertretung am 30. März 2010 zur Beschlussfassung vorliegen."
Wie schon in der Sitzung der Gemeindevertretung herrscht in der UWG die Sorge um die Gemeindefinanzen vor, so dass die Vertreter der UWG dem obigen Beschlussvorschlag nicht zustimmten. Für die anderen Fraktionen hat dagegen eine ordentliche Betreuung der Kinder von der Krippe bis zu Ende der Grundschule Vorrang vor dem Sparen. Nach längerer kontroverser Diskussion wurde schließlich der Antrag der SPD-Fraktion mit 4 Ja-Stimmen gegen 2 Nein-Stimmen bei einer Stimmenthaltung angenommen. Damit wird hoffentlich der Weg frei, dass ab Sommer 2010 alle Kinder, deren Eltern es wünschen, auch nach der Schule in den Nachmittagsstunden betreut werden können.
Teil der Nachmittagsbetreuung der Grundschulkinder ist die Versorgung mit einem Mittagessen. Seit Jahren wird deshalb über Möglichkeiten zur Schaffung einer Mensa diskutiert. Nach entsprechenden Gesprächen mit der Schulleitung und dem Verein Feste Grundschulzeiten lag jetzt ein Entwurf für Umbaumaßnahmen der bisherigen Schulküche im Kellergeschoss von Trakt C des Schulgebäudes vor. Die vorläufige Kostenschätzung beläuft sich auf 100-tausend Euro. Auch hier gab es - wie könnte es anders sein - wieder große Bedenken zur Finanzierung von Seiten der UWG. Andererseits wurde gerade von denen, die sich so sehr um die Gemeindefinanzen sorgen, gefordert, noch einen Statiker zu befragen, ob die Mensa auch im ersten Stock des Schulgebäudes gebaut werden könne. Allein die statische Berechnung würde mindestens 5-tausend Euro kosten, wobei schon jetzt jedermann klar sein sollte, dass der Bau einer Mensa im Obergeschoss deutlich teurer wird als im Keller, da dort noch keine entsprechenden Versorgungsleitungen liegen. Hinzu kommt die umständlichere Anlieferung des Essens, die möglicherweise den Bau eines teuren Warenaufzugs nach sich zöge. Immerhin konnten die Zuhörer deutlich sehen, wo die Fraktionen der Gemeindevertretung ihre Prioritäten setzen. Schließlich beschloss der Ausschuss - wiederum mit nur 4 Ja-Stimmen bei einer Nein-Stimme und 2 Enthaltungen - dass eine weitere Detailplanung für eine Mensa in Zusammenarbeit zwischen Architekt und Verein Feste Grundschulzeiten erfolgen soll mit dem Ziel, dass die Gemeindevertretung am 30. März den Umbau der Kellerräume zu einer Mensa mit Schulküche beschließen möge. Eine Hinauszögerung des Beschlusses auf die nächste Sitzung der Gemeindevertretung im Mai - wie von der UWG gefordert - würde die Fertigstellung der Mensa bis zum Ende der Sommerferien gefährden.
Stand 9. März 2010
Aus der Sitzung der
Gemeindevertretung vom 18. Februar 2010
Während der Einwohnerfragestunde ging es besonders um die Frage des Schneeräumens. Die Gemeinde wurde aufgefordert, durch Verhängung von Bußgeldern dafür zu sorgen, dass Grundstückseigner der in der Straßenreinigungssatzung festgelegten Pflicht, den Gehweg vor ihrem Grundstück von Schnee und Eis freizuhalten, auch nachkommen. Der Bürgermeister betonte, er haben in "Aktuell" auf diese Pflicht hingewiesen. Doch hat die Gemeinde kein Personal, die dafür erforderlichen Kontrollen und schriftlichen Ermahnungen durchzuführen. Auch die unzureichende Räumung von Durchgangsstraßen wie z.B. der Ernst-Anton-Straße als Zuwegung zu Schule, Sporthalle und dem Montessori-Kindergarten wurde beklagt. Bei Gegenverkehr kommen Autos nur sehr schwer aneinander vorbei. Der Bürgermeister berichtete, dass der Bauhof die für die nächsten Tage erwartete Tauphase nutzen werde, festgefahrene Schnee- und Eisschichten zu entfernen.
Anschließend konzentrierte sich dann die Diskussion auf die Frage, wie möglichst bald eine neue Kinderkrippe mit 30 Plätzen geschaffen werden kann, da die Betriebserlaubnis für das jetzt von der Krippe genutzte Gebäude in der Großen Straße im Januar 2011 ausläuft. Der Kreis hat die Gemeinden aufgefordert, bis zum 28. Februar entsprechende Zuschuss-Anträge zu stellen. Die Summe der zur Verfügung stehenden Mittel ist dieses Jahr sehr begrenzt.
Seit rund einem Jahr wird im Ausschuss für Kultur, Bildung und Sport sowie einer speziellen Arbeitsgruppe darüber diskutiert, ob Räume im Schulgebäude, die durch das Auslaufen der Realschule frei werden, für die Nutzung durch eine Kinderkrippe umgebaut werden können. Dabei wurde recht bald klar, dass wegen des Denkmalschutzes hier sehr enge Grenzen herrschen. Moderne pädagogische Konzepte sehen den Raum als wichtiges erzieherisches Mittel. Ein Umbau des Schulgebäudes, der diesen Anforderungen gerecht wird, ist mit dem Denkmalschutz nicht vereinbar. Das gilt ebenso für die angedachte Lösung, den evangelischen Kindergarten aus dem Weidenstieg in die Schule zu verlegen, um dann den Weidenstieg zur Kinderkrippe umzubauen. Nach heutigen pädagogischen Konzepten gestaltete Räume lassen sich nur in einem eigens für die Krippe erstellten Neubau realisieren. In der UWG herrscht die Sorge vor, dass die Bewilligungsrichtlinien zur Förderung des Baus von Kinderkrippen die Nutzung vorhandener Räume durch Umbau statt Neubau vorschreiben, soweit dieses möglich ist und mit vertretbarem Aufwand erreicht werden kann. Deshalb befürchten einige, dass Aumühle bei der Beantragung eines Neubaus leer ausgehen könnte. Die Sachbearbeiterin des Kreises, die in der Sitzung anwesend war, betonte, dass es Sache der Gemeinden sei über Neu- oder Umbau zu entscheiden und der Kreis sich auf das Urteil der Gemeinde verlassen müsse.
Von der SPD-Fraktion wurde betont, dass die Räume im Erdgeschoss von Trakt C des Schulgebäudes dringend für die Nachmittags-Betreuung der Grundschüler durch den "Verein Feste Grundschulzeiten" benötigt werden. Die derzeitige Betreuung von im Schnitt 30 bis 35 Schülern in angemieteten Containern neben der Sporthalle muss so schnell wie möglich beendet werden. Für das Schuljahr 2010/2011 gibt es Anfragen von 75 Schülern. Eine Unterbringung im ersten Stock - wie von der UWG angestrebt - würde die Arbeit der Betreuer erheblich behindern und erschweren und auch eine eventuelle Kinderkrippe im Erdgeschoss massiv stören. Gelingt es nicht, dem Verein Feste Grundschulzeiten ausreichend Platz in geeigneten Räumen zur Verfügung zu stellen, wäre damit zu rechnen, dass Eltern versuchen werden, ihre Kinder in Schulen von Nachbarorten unterzubringen, wo die Nachmittagsbetreuung besser gewährleistet ist. Damit wäre die Zweizügigkeit der Aumühler Grundschule in Gefahr, was zu Leerstand in den gerade erst für viel Geld von der Gemeinde umgebauten und modernisierten Schulräumen führen würde. Die SPD-Fraktion meint deshalb, es müsse alles getan werden, was die Attraktivität der Aumühler Grundschule erhöht. Dazu gehört eine gesicherte Betreuung der Schüler mit Schularbeitenhilfe in den Nachmittagsstunden. Dies kann in den bisherigen Räumen der Realschule ohne großen Umbauaufwand geschehen. Außerdem hält die SPD-Fraktion wenig von halbherzigen Lösungen für Kindergarten und -Krippe, die bei einem Umbau des Schulgebäudes unvermeidbar sind.
Nach langer und intensiver Diskussion beschloss die Gemeindevertretung schließlich mit 15 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung, einen Antrag auf Zuschuss für den Neubau einer Krippe für 30 Kinder zu stellen. Der Kreis wird voraussichtlich im April über diese Anträge entscheiden. Wenn der Kreis die beantragten Mittel bewilligt, kann die neue Krippe im Laufe der zweiten Jahreshälfte gebaut werden und um den Jahreswechsel 2010/2011 den Betrieb aufnehmen, so dass dann 30 Plätze zur Verfügung stehen. Sollten jedoch der Gemeinde Aumühle nicht die erwarteten Mittel zugesprochen werden, kann es sein, dass die ganze Diskussion noch einmal wieder von vorn beginnt.
Stand 19. Februar 2010
Aus der Sitzung der
Gemeindevertretung vom 21. Januar 2010
Während der Einwohnerfragestunde wurde von besorgten Eltern gefragt, ob sie davon ausgehen können, dass es auch im Jahre 2011 eine Kinderkrippe in Aumühle geben wird. Von Seiten der Gemeindevertretung wurde betont, dass zwar die endgültige Entscheidung über Neubau einer Krippe oder Umbau des Schulgebäudes noch nicht entschieden sei, aber in jedem Falle ein nahtloser Übergang von der jetzigen Krippe mit 20 Plätzen in der Großen Straße in eine neue Krippe mit voraussichtlich 30 Plätzen um den Jahreswechsel 2010/2011 angestrebt werde.
Im seinem Bericht sagte der Bürgermeister, dass der Bauhof bemüht sei, die Straßen im Ort so gut wie irgend möglich von Schnee und Eis freizuhalten. Dieser Winter sei jedoch außergewöhnlich streng, und das Streugut werde allmählich knapp, so dass man sich auf die Durchgangsstraßen beschränken müsse. Der Busverkehr zwischen Aumühle und Geesthacht über Dassendorf ist verbessert worden, so dass jetzt montags bis freitags in den Hauptverkehrszeiten stündlich, ansonsten bis 19.30 alle zwei Stunden ein Bus fährt. - Im mittleren Block des Schulgebäudes sind die Umbaumaßnahmen fast fertig.
Im Tagesordnungspunkt 6 ging es um die Flutlichtanlage auf dem Sportplatz. Vor 25 Jahren wurde von der Gemeinde auf dem Sportplatz eine Flutlichtanlage installiert, damit dieser auch bei Dunkelheit genutzt werden kann. Vor 5 Jahren wurden vom TuS - durch Spenden finanziert - einige Lampen ausgewechselt. Trotzdem zeigten Messungen, dass die normalerweise empfohlene Helligkeit auf dem Spielfeld bei weitem nicht erreicht wird. Deshalb hatte der TuS einen Antrag auf Zuschuss für eine neue Flutlichtanlage in Höhe von 15-tausend Euro gestellt. Während sich im Ausschuss für Kultur, Bildung und Sport eine Mehrheit gegen die Erneuerung der Anlage aussprach, gab es im Finanzausschuss eine knappe Mehrheit für die Bereitstellung von 10-tausend Euro, wenn der TuS bereit ist, die restlichen Kosten zu übernehmen. Nach einiger Diskussion entschied die Gemeindevertretung mit 9 gegen 6 Stimmen (der UWG), der Empfehlung des Finanzausschusses zu folgen.
Wichtigster Punkt auf der Tagesordnung war die Verabschiedung des Haushaltsplans für 2010. Wie allgemein bekannt, werden die Steuereinnahmen der Gemeinden in diesem Jahr deutlich niedriger ausfallen als im vergangenen Jahr. Für die Gemeinde Aumühle bedeutet das beim Einkommensteueranteil Mindereinnahmen von etwa 350-tausend Euro, die sich auch durch intensive Sparmaßnahmen nicht kompensieren lassen. Das "Wachstumgsbeschleunigungsgesetz" wird höchstwahrscheinlich zu einer weiteren Abnahme des Einkommensteueranteils führen. Als Folge muss der Vermögenshaushalt dem Verwaltungshaushalt dieses Jahr mindestens 328-tausend Euro zuweisen, um die laufenden Ausgaben bezahlen zu können. Neben den Verwaltungs-Kosten für die Kreis- und Amtsumlage von zusammen 1,426 Millionen Euro sind die Ausgaben für Schulen, Kindergärten und Kinderkrippe mit zusammen 733-tausend Euro die größte Position. Insgesamt belaufen sich die Ausgaben des Verwaltungshaushalts auf ca. 3,75 Millionen Euro. Das Volumen des Vermögenshaushalts beträgt 1,089 Millionen Euro und beinhaltet u.a. Ausgaben für Straßen- und Regensiel-Sanierungen. Größte Ausgabeposten sind die Sanierung von Gemeindewohnungen mit ca. 350-tausend Euro und die Zuführung zum Verwaltungshaushalt in Höhe von 328-tausend Euro. Dafür ist eine Entnahme aus der Rücklage von voraussichtlich 233-tausend Euro erforderlich. Allerdings wird die tatsächliche Entnahme vermutlich deutlich höher ausfallen, denn die Kosten für die neue Kinderkrippe sind wegen der noch ungeklärten Frage Neubau oder Umbau noch nicht berücksichtigt. Hierfür muss nach Zuschüssen von Bund und Kreis mit einem Gemeindeanteil von rund 150-tausend Euro gerechnet werden.
Der Haushalt der Stiftung Aumühle hat dagegen ein wesentlich kleineres Volumen. Auf der Einnahmenseite stehen Zinsen für das Stiftungsvermögen in Höhe von 35.400 Euro und Mieteinnahmen für die Mobilfunkantennen auf dem Bismarckturm in Höhe von 21.300 Euro. Bei den Ausgaben ist der Zuschuss zur Schwesternstation von 16.000 der größte Posten, gefolgt von 12.000 Euro zur Tilgung des Darlehens für die Sanierung des Bismarckturms vor einigen Jahren. Außerdem wird eine Reihe von Vereinen und Verbänden im Ort durch Zuschüsse der Stiftung unterstützt, so dass fast alle Einnahmen verplant sind.
Im nichtöffentlichen Teil der Sitzung waren keine Beschlüsse zu fassen, so dass die Sitzung früh endete.
Stand 22. Januar 2010
Aus der Sitzung der
Gemeindevertretung vom 12. November 2009
Während der Einwohnerfragestunde wurde beklagt, dass nur wenige Gemeindevertreter an der Jahreshauptversammlung des TuS teilgenommen hatten. Die meisten Gemeindevertreter äußerten, dass es jedem einzelnen überlassen bleiben müsse, an welchen Mitgliederversammlungen von Vereinen man teilnehmen wolle.
Nach der Wahl eines neuen stellvertretenden Mitglieds für den Umweltausschuss ging es dann um die Neufassung der Satzung über die Erhebung von Hundesteuer. Diese war das letzte Mal im Jahre 2001 geändert worden, so dass eine komplette Überarbeitung erforderlich war. In dem Zusammenhang wurden auch die Steuersätze angepasst: für den ersten Hund fallen 70 Euro pro Jahr, für einen zweiten 100 Euro, für jeden weiteren 120 Euro an. Die neue Satzung wurde einstimmig verabschiedet.
Auch die Entschädigungssatzung bedurfte einer Neufassung. Auch diese wurde einstimmig beschlossen.
Schließlich hatte die Amtsverwaltung darum gebeten, auch die Hauptsatzung zu ändern und den Ausschuss zur Prüfung der Jahresrechnung abzuschaffen. Nach Ansicht der Amtsverwaltung sollte diese Aufgabe vom Finanzausschuss wargenommen werden. Dieser Vorschlag stieß in der Gemeindevertretung auf wenig Gegenliebe und wurde schließlich einstimmig abgelehnt.
Eine Umfrage im Amtsbereich hatte gezeigt, dass in vielen Gegenden - auch in Teilen von Aumühle - kein schneller Internetzugang möglich ist. Die Amtsverwaltung wurde deshalb einstimmig beauftragt, "vorbereitende Arbeiten für eine zukunftsfähige Breitbandversorgung auf Glasfaserbasis auch für den Bereich der Gemeinde Aumühle durchzuführen".
Im November 2008 hatte die Gemeindevertretung eine neue Straßenausbaubeitragssatzung beschlossen. Diese war sicherheitshalber noch einmal einem auf Kommunalrecht spezialisierten Rechtsanwalt zur Prüfung vorgelegt worden. Daraufhin waren dann die von ihm vorgeschlagenen Änderungen in die Satzung eingearbeitet worden, die jetzt mit großer Mehrheit bei zwei Stimmenthaltungen und ohne Gegenstimmen verabschiedet wurde.
Für den nächsten Tagesordnungspunkt Kastanien "Auf der Koppel" lichteten sich die Reihen etwas, da vier Gemeindevertreter in diesem Gebiet wohnen und ein Interessenkonflikt zwischen persönlichen und gemeindlichen Interessen bestehen könnte. Deshalb mussten sie den Sitzungsraum verlassen.
Bei der Bebauung der damaligen "Müllerkoppel" in den 70-er Jahren hatte die Gemeindevertretung bewusst neben dem Gehweg Flächen von ein bis zwei Quadratmeter Größe als Alleebaum-Standorte auf öffentlichem Grund ausgewiesen und festgelegt, dass dort Allee-Bäume zu pflanzen sind. Auf diese Weise sollte das "Baugebiet auf der grünen Wiese" dem allgemeinen Ortscharakter angepasst werden. Einige Anlieger meinen, die damals gepflanzten Kastanien seien für diesen Zweck nicht geeignet. Auf einer Anliegerversammlung und bei einer anschließenden schriftlichen Befragung aller Betroffenen konnte jedoch keine Einigkeit über die Fällung der Kastanien und die Pflanzung einer alternativen Baumart erzielt werden. Die Gemeindevertretung beschloss deshalb mit großer Mehrheit bei einer Stimmenthaltung und ohne Gegenstimmen, dass die Kastanien erhalten bleiben sollen. Gleichzeitig wird die Gemeinde die Bäume jährlich von einer Fachfirma prüfen und - soweit erforderlich - pflegen lassen, damit sie sich ordnungsgemäß entwickeln können.
In nicht-öffentlichen Teil ging es zuerst darum, einen Auftrag für ein energetisches Gutachten für das Sport- und Jugendheim und die dazugehörige Hausmeisterwohnung zu vergeben. Trotz erfolgter Isolation des Daches sind die Heizkosten immer noch sehr hoch, so dass geprüft werden soll, welches Einsparpotential besteht.
Im November 2007 hatte die Gemeindevertretung einstimmig beschlossen, eine Kinderkrippe einzurichten und dafür einen Vertrag über deren Betrieb mit Agilo abzuschließen. Gemäß damaligem Beschluss sollte dieser unbefristet sein. Da zu der Zeit aber gerade die Verwaltung der Gemeinde an das Amt übergeben wurde und teilweise nach Dassendorf umzog, wurde versehentlich eine vorher diskutierte Fassung des Vertrages von beiden Seiten unterschrieben, die eine Befristung bis zum 31. Dezember 2009 vorsah. Nachdem dieser Irrtum nun aufgedeckt war, beschloss die Gemeindevertretung einstimmig, auf der Basis des damaligen Beschlusses einen unbefristeten Folgevertrag mit Agilo abzuschließen, damit der weitere Betrieb der Kinderkrippe gesichert ist.
Schließlich ging es im nicht-öffentlichen Teil noch um Grundstücksangelegenheiten und um die Planung einer Mensa im Schulgebäude. Zur Zeit werden 65 Kinder nachmittags nach der Schule vom "Verein Feste Grundschulzeiten" betreut und erhalten auch ein Mittagessen. Dieses geschieht derzeit noch in den Containern hinter der alten Sporthalle, die als Übergangslösung gemietet wurden. Durch das Auslaufen der Realschule werden in den nächsten Jahren Klassenräume im Schulgebäude frei, die dann entsprechend für den Verein feste Grundschulzeiten hergerichtet werden sollen. Dazu soll auch eine Mensa gehören. Wann die tatsächlichen Umbauarbeiten beginnen können, hängt von der Schülerzahlen der Realschule ab. Es ist aber wünschenswert, die Pläne weitgehend fertig zu haben, damit dann ohne Verzögerung gehandelt werden kann.
Stand 16. November 2009
So hat Aumühle am 27. September 2009 gewählt !
Bundestagswahl - Wahlbeteiligung 66,8 % (ohne Briefwähler !) (2005: 87,1 %)
| Partei |
2005 -Erstst. |
2005 - Zweitst. |
2009 - Erstst. |
2009 - Zweitst. |
| SPD |
32,6 % |
24,7 % |
25,6 % |
20,2 % |
| CDU |
53,8 % |
48,5 % |
47,4 % |
37,3 % |
| FDP |
6,2 % |
11,8 % |
9,9 % |
19,8 % |
| Grüne |
6,5 % |
10,5 % |
12,5 % |
15,1 % |
| Linke |
- |
3,3 % |
4,4 % |
5,4 % |
| Sonstige |
1,0 % |
1,1 % |
0,2 % |
2,2 % |
Die Briefwähler der Bundestagswahl wurden für das ganze Amt ausgezählt
und sind deshalb in diesen Zahlen nicht enthalten !
Und hier die Aumühler Ergebnisse der Zweitstimmen von 1969 bis heute in graphischer Form:
Landtagswahl - Wahlbeteiligung 84,3 % (mit Briefwählern !) (2005: 74,2)
| Partei |
2005 - Zweitst. |
2009 - Zweitst. |
| SPD |
30,3 % |
16,6 % |
| CDU |
48,3 % |
41,5 % |
| FDP |
8,9 % |
17,6 % |
| Grüne |
8,9 % |
16,1 % |
| Linke |
3,3 % |
4,0 % |
| Sonstige |
1,1 % |
4,2 % |
Und hier die Aumühler Ergebnisse der Zweitstimmen von 1969 bis heute in graphischer Form:
Stand 27. September 2009
Ergebnisse der Kommunalwahl vom 25. Mai 2008
Partei |
Wahlkreis 1 |
Wahlkreis 2 |
Wahlkreis 3 |
Gesamt |
Änderung zu 2003 |
Sitze |
SPD |
24,28 |
27,42 |
19,38 |
23,62 |
-0,32 |
4 |
CDU |
37,59 |
31,34 |
29,2 |
32,80 |
-13,05 |
6 |
UWG |
38,13 |
41,24 |
51,42 |
43,59 |
+13,39 |
8 |
Damit stellt die SPD-Fraktion auch weiterhin 4 Gemeindevertreter.
Die Aumühler SPD dankt allen Wählern für das Vertrauen

Die Liste mit den Einzelergebnissen aller Kandidaten können Sie hier als PDF-Datei herunterladen
Und hier eine Übersicht über die Ergebnisse der letzten 42 Jahre:
