S ozialdemokratische P artei D eutschlands
Ortsverein Aumühle
Leider hat die allgemeine Einschätzung der Regierungspolitik in Berlin auch das Wahlergebnis in Aumühle beeinflusst. Unserem stetigen Aufwärtstrend von 1974 bis 1998 folgte jetzt ein Stimmenverlust von ca. 5%. Das ist allergings wenig im Vergleich zum Durchschnitt in der Nachbarschaft. Wir sehen dies als besonderen Ansporn, unsere sachorientierte Kommunalpolitik auch in der kommenden Legislaturperiode fortzusetzen.
Dagegen beweist der deutliche Stimmenverlust der UWG, für den es keine Ursachen ausserhalb Aumühles gibt, dass man Wähler nicht für dumm verkaufen darf. Die auf Halbwahrheiten aufgebaute "Waschmittel-Werbekampagne" hat offensichtlich das Gegenteil von dem bewirkt, was man sich erhofft hatte.
Detaillierte
Ergebnisse der Kommunalwahl
Letztes Update: 3. März 2003
Die SPD-Aumühle hatte als erste politische Kraft im Ort rechtzeitig
darauf aufmerksam gemacht, dass eine neue große Brücke über
die Bahn in Friedrichsruh zusätzlichen Durchgangs-Verkehr aller Gewichtsklassen
in den Sachsenwald ziehen wird. Bei einem Ausbau als Teil der Landesstraße
208 muss die Brücke für LKW bis 40 Tonnen ausgelegt werden. Seit
Sommer 2001 haben wir in mehreren Blickpunkten
darauf hingewiesen und uns um Alternativlösungen mit dem Ziel einer
Verkehrsreduzierung bemüht. Der SPD ist die Erhaltung der Wohn-
und Lebensqualität in Aumühle ein wichtiges Anliegen.
Deshalb hatte die SPD-Fraktion am 13. Dezember 2001 in der Gemeindevertretung den Antrag gestellt, den Bürgermeister mit der Prüfung von Alternativlösungen zur großen Brücke und deren Finanzierbarkeit zu beauftragen. Dieser Antrag wurde von der geschlossenen Mehrheit aus CDU und UWG abgelehnt. In zwei Unterschriftenaktionen wurden 165 Unterschriften gegen den Verkehrslärm entlang der Landesstraßen L 208 und L 314 gesammelt und noch einmal 217 Unterschriften für einen Einwohnerantrag zur Erhaltung des Ortsbildes von Friedrichsruh und zur Prüfung von Alternativen zur großen Brücke.
Unter diesem Druck beschloss schließlich die Gemeindevertretung
am 21. März 2002 einstimmig, den Bürgermeister
zu beauftragen, Verhandlungen mit dem Ziel zu führen, Durchgangs- und
Schwerlastverkehr aus dem Sachsenwald heraus zu halten. Leider ist es bisher
nicht gelungen, mit den Nachbargemeinden ein gemeinsames finanzielles Konzept
für einen solchen Zweckverand zu finden, so dass es wohl doch zu einem
Bau der neuen Bahnquerung als Teil der Landesstraße L 208 kommen wird.
Immerhin hat die Gemeindevertretung
am 17. Oktober 2002 die Einwendungen gegen das Planfeststellungsverfahren
einstimmig beschlossen. Gleichzeitig wurde noch einmal einhellig
bekräftigt, dass es auch weiterhin das erklärte Ziel aller
Fraktionen in der Gemeindevertretung bleibt, eine Zunahme des Druchgangsverkehrs
durch Friedrichsruh möglichst zu verhindern. Leider hat es doch
sehr lange Zeit gebraucht, alle Fraktionen zu dieser Überzeugung zu
bringen. Es ist daher ungewiss, was in diesem späten Stadium der Planung
noch erreicht werden kann. Immerhin ist es erfreulich zu vermerken, dass
auf Einladung der SPD und der Bürgerinitiative
Friedrichsruh der Schleswig-Holsteinische Verkehrsminister Dr. Bernd Rohwer
im Mai 2002 in Friedrichsruh war, um sich vor Ort selbst ein Bild von der
Problematik zu machen. Durch sein Engagement in dieser Frage ist es schließlich
gelungen, die Deutsche Bahn AG doch noch zu überzeugen, dass eine Lösung
ohne Fußgänger- und Radfahrertunnel für Friedrichsruh unzumutbar
wäre.
Nachdem die UWG offensichtlichen Nachholbedarf in Sachen Wahlkampf hat,
musste sie in der Sitzung der Gemeindevertretung vom 17. Oktober 2002 die
sonst durch einstimmige Beschlüsse getragene Disskussion, um gemeinsam
für Aumühle das beste erreichen zu wollen, durch unsinnige
Polemik vergiften. Nachdem die SPD-Aumühle seit Sommer
2001 versucht, die Diskussion über Alternativen zur großen
Brücke über die Eisenbahn in Gang zu bringen und gemeinsam nach
anderen Lösungen zu suchen, rühmt sich die UWG, mit ihrem Entwurf
für einen Appell
an die Landesregierung vom 14. Februar 2002 alles Erforderliche
getan zu haben, obwohl es bisher keine Antwort oder Reaktion auf diesen
Appell gegeben hat. Der von der UWG gemachte Vorschlag, vor der Landesregierung
in Kiel zu demonstrieren kann nur als lächerliches Ablenkungsmanöver
von der eigenen Konzeptionslosigkeit interpretiert werden und als Ausdruck
des schlechten Gewissens, hier kostbare Zeit verschlafen zu haben. Jetzt
- am Ende des Planfeststellungsverfahrens - sind die Chancen, die Planung
noch auf eine andere Spur zu lenken, leider nicht mehr gut.
Die SPD-Aumühle wird sich auch weiter aktiv dafür einsetzen, dass für die neue Bahnquerung eine Lösung gefunden wird, die Rücksicht auf den speziellen Ortscharakter von Friedrichsruh nimmt und eine Zunahme des Durchgangsverkehrs so weit wie möglich verhindert. Es wäre wünschenswert, wenn alle Fraktionen in dieser Hinsicht an einem Strang ziehen könnten, statt sich mit verbalen Appellen und Polemik zu begnügen.
Lesen Sie bitte dazu auch Aktuelles.
Letztes Update: 19. Oktober 2002